Deutschland 1834: die Revolution gärt, Büchners Zeitung zirkuliert und Amerika lockt als demokratische Projektion. Die unzufriedene Bevölkerung soll irgendwie abgelenkt und befriedet werden. Der Major der Landesgendamerie setzt eine Belohnung für die Person aus, die den letzten Bären Deutschlands erledigt. Das kommt gut an. Zu gut: Die Leute tun alles dafür, um Meister Petz zu erlegen, koste es, was es wolle. Der kollektive Wahnsinn greift um sich, die Jagd wird zum Desaster – während der letzte Bär ein Phantom bleibt … Ein furioser Western über Leute, die wegwollen, aber im deutschen Wahnsinn feststecken. Das Ensemble läuft zu Hochform auf, die Dialoge sitzen, der Soundtrack ist grandios eigenwillig: »Wenn ich ein Vöglein wär«. Selten war Vormärz so komisch, klug und gegenwärtig.
While the revolution in Germany in 1834 is simmering in every corner, Heinrich Furrer secretly prints the revolutionary leaflet “Der Hessische Landbote“ in his brother Gustav‘s printing House. Heinrich loves Minna. She wants to go to America and he‘s supposed to come with her. Everything could be so simple if Heinrich weren‘t living with Agnes, a former prostitute, if he had the necessary money and Minna wasn‘t married to his brother Gustav.
PETER MEISTER
*1987 in Bonn. Deutscher Filmemacher. BÄRENJAGEN ist sein zweiter Langfilm.