„Strom, alleine immer kann ich dich lieben nur …“ (Johannes Bobrowski, Sarmatische Zeit)
Der Fluss Chronos, antiker Name der Memel, durchfließt die Region Sarmatien. Ihm folgt Volker Koepp inspiriert von Bobrowskis Gedichtband auf der Suche nach den Schicksalen der Menschen, die an diesen Ufern leben – und kehrt dabei wie in seinen früheren Filmen zu ihnen zurück. Es gieht um ihren Alltag und ihren von politischen Umbrüchen geprägten Biografien, ob in der Ukraine, in Moldau oder in Berlin. Ein Fazit in krisenhafter Zeit, gedreht 2020 bis 2026 mit Perspektiven auf Krieg, Terror, Exil und Poesie.
Volker Koepp's cinematic journey takes him along the Neman River, once known as Chronos, as well as the Dniester and Prut. This landscape has long been a source of inspiration for his work. Spanning the region between the Baltic and the Black Sea, memories, personal encounters, and historical experiences converge to create a multi-layered portrait of Europe.
VOLKER KOEPP
*1944 in Stettin, aufgewachsen in Berlin. Sein Werk umfasst über 60 Dokumentarfilme.