Weiß gekachelte Räume, Neonlicht; an den Wänden Schwarz-weiß-Fotografien von den Verbrechen der deutschen Wehrmacht an der Ostfront während des 2. Weltkriegs. Während der Ausstellung „Vernichtungskrieg“, die in deutschen und österreichischen Städten gezeigt wurde, sammelte Ruth Beckermann Zeugenaussagen ehemaliger Soldaten der Wehrmacht. Sie berichten über ihre Erfahrungen und Erlebnisse jenseits des „normalen“ Krieges. Die verschiedenen Versionen der Ereignisse zeigen, wie selektiv Wahrnehmung selbst im grausamsten Umfeld war. Ein kompromissloser Film über Erinnerung und Vergessen.
At the exhibition VERNICHTUNGSKRIEG, which depicts the crimes of the Wehrmacht on the Eastern Front, Ruth Beckermann and cinematographer Peter Roehsler filmed testimonies of former soldiers. The soldiers recount crimes such as the shooting of Russian prisoners of war, the murder of Jews, and the assault of women. Their accounts reveal a mixture of helplessness, powerlessness, shame, opportunism, and unbroken fanaticism and demonstrate how perception can be selective, even in the most brutal of environments.